 Foto: Uhr mit abgesetzter Empfangseinheit
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Funkuhren sind heute nichts Besonderes.
Es ist aber ganz praktisch,
wenn man sich darauf verlassen
kann, immer die genaue Zeit zu wissen
und die Umstellung auf Sommer- oder
Winterzeit automatisch geschieht. Zu
DDR-Zeiten spielten Funkuhren praktisch
keine Rolle. Die genaue Zeit gab es per
Zeitzeichen im Radio und danach konnte
man seine
Uhren stellen.
Lediglich
einige technisch
versierte
Bastler
wussten
von Funkuhren
und in
der Zeitschrift „Funkamateur“ gab es
hin und wieder eine Bauanleitung für
eine Funkuhr. |
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Die Geschichte des Drahtfunks in Thüringen |
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Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Der Drahtfunk passte auch den Nationalsozialisten ins Konzept, konnte man doch den Drahtfunk mit den Volksempfängern empfangen. Wegen der geringen Trennschärfe der Volksempfänger konnten im 100 kHz breiten Band nur 3 Sender senden. Es wurden auch spezielle Drahtfunkempfänger verwendet, die auch in den Luftschutzbunkern des 2. Weltkrieges zum Einsatz kamen. In der Praxis sah das so aus: In die Telefonleitung wurde eine Trennungsweiche geschaltet, die das Rundfunksignal vom Telefonsignal trennte. So, wie heute der Splitter in der DSL-Leitung, war ein kleines Kästchen mit einem Umschalter und Buchsen für Antenne und Erde nötig. |
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Die Anfänge der Elektroenergie- versorgung in Thüringen |
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 Trockenhaube „Mühelos“
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
1960 bis1962 wurde das erste Gas-
turbinenkraftwerk (GTKW) in der DDR in Gispersleben (Schulstraße, jetzt Zeulenrodaer Straße) mit 25 MW auf Basis schweren Heizöls zur Spitzenlastabdeckung durch die Energieversorgung Erfurt gebaut. Ein System der 110-kV-Leitung Erfurt/Nord – Langensalza wurde eingeschleift; Schaltanlagen mit 2 Leitungsfeldern, Maschinenfeld (Generatorableitung über Blocktrafo) und Kupplungsfelder. Der Elektro- und Dampfeigenbedarf wurde vom Kraftwerk Gispersleben und dem UW Gispersleben geliefert. 1960 bis 1962 wurde in Vieselbach ein 50/10-kV-UW errichtet, erst mit Einfachstich 8 MVA, dann im Doppelstich von der Leitung Erfurt – Weimar versorgt (2 Trafos mit je 8 MVA). |
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Die Anfänge der Elektroenergieversorgung in Thüringen |
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 Synchronisiereinrichtung für Kraftwerksgeneratoren
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Mit der 60-kV-Einspeisung in Breitungen von Wasserkraftwerken in Hessen, und dem Braunkohle-Großkraftwerk Borken (Preußen Elektra) in Hessen und der 100-kV-Einspeisung in Jena vom Braunkohlen-Großkraftwerk Böhlen (ASW – AG Sächsische Werke) war ein Verbund Hessen – Thüringen – Sachsen und darüber hinaus realisiert. Die Kraftwerke Erfurt und Gispers-
leben speisten im Parallelbetrieb in diesen Verbund ein. Auf die vorbereiteten Maste wurde um 1930 ein zweites System, durchgehend Erfurt – Jena montiert und in Betrieb genommen. |
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Die Anfänge der Elektroenergieversorgung in Thüringen |
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Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Mit der zunehmenden Erzeugung von Drehstrom und dem Aufbau eines Drehstromnetzes hielt die Elektroenergie in immer mehr Dörfern Einzug. Die Spannungsebene 50 kV war die erste Hochspannungs-ebene in den Anfangsjahren, ihr folgten dann die 100 kV (seit 1940 als 110 kV bezeichnet). Im heutigen Erfurt wurden die 50 kV erstmals für die Leitung Gispersleben – Sömmerda 1916 mit den 50/10-kV- Umspannwerk Gispersleben des
Kraftwerkes Thüringen AG Gispersleben
und dem 50/10 kV Umspannwerk der Firma Rheinmetall in Sömmerda, das auch weitere Kunden versorgte, realisiert. Später folgten die Leitungen Gispersleben – Arnstadt (1921/22) – Langewiesen
(1924) und Gispersleben – Gotha (nach 1926) – Breitungen (um 1930) mit den ent-
sprechenden Umspannwerken. |
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Die Anfänge der Elektroenergieversorgung in Thüringen |
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 Wechselstromzähler um 1920
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.#
Obwohl in den vorangegangenen Artikeln nicht alle Stromerzeugungsanlagen aufgeführt werden konnten, ist die Zersplitterung der Stromversorgung in Thüringen aus der Chronologie unverkennbar. Annähernd 380 Elektrizitätswerke, Überlandwerke, Industrie- und Handwerksbetriebe, Wassermühlen und Kleinstkraftwerke waren um 1920 an der Elektrizitätsversorgung Thüringens beteiligt. Rund 80 % des Energiebedarfs wurden von den 20 größten Energieversorgungsunternehmen abgedeckt. Eine Vielzahl von Inselnetzen mit den unterschiedlichsten Spannungsebenen übersäte das Thüringer Land. |
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Die Anfänge der Elektroenergieversorgung in Thüringen |
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 Ortstransformatorstation von 1913
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Das große Dampfkraftwerk Breitungen nahm 1913 seinen Betrieb auf. Im selben Jahr gründete die Stadt Sonneberg mit der Thüringer Gasgesellschaft die Sonneberger Licht- und Kraftwerke GmbH. Das Elektrizitätswerk Königsee schloss umliegende Orte an
und Meiningen erhielt ein öffentliches Elektrizitätswerk. In Hildburghausen wur-
de die Kreiselektrizitätsversorgung gegründet. Der Besitzer des Elektrizitätswerkes Wanfried, Carl Xaver von Scharfenberg, nahm in Falken an der Werra sein neues Wasserkraftwerk in Betrieb. |
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Die Anfänge der Elektroenergieversorgung in Thüringen |
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 Kein Thermometer, sondern ein Stiazähler für Gleichstrom
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Das große Dampfkraftwerk Breitungen nimmt 1913 seinen Betrieb auf. Die Stadt Sonneberg gründet gemeinsam mit der Thüringer Gasgesellschaft die Sonneberger Licht- und Kraftwerke GmbH. Das Elektrizitätswerk Königsee schließt im gleichen Jahr umliegende Orte an. Meiningen erhält ein öffentliches Elektrizitätswerk. In Hildburghausen wird die Kreiselektrizitätsversorgung gegründet. Der Besitzer des Elektrizitätswerkes Wanfried in Hessen, Carl Xaver von Scharfenberg, nimmt in Falken an der Werra sein neues Wasserkraftwerk in Betrieb. Die erzeugte Leistung wird in der Hauptsache in das Netz der Überlandzentrale Mühlhausen eingespeist. |
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Die Anfänge der Elektroenergie- versorgung in Thüringen |
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 Aronscher Pendelzähler, um 1920
Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V.
Im Jahr 1910 kauft das Elektrizitätswerk Oberweimar die Überlandzentralen Vieselbach und Wandersleben. In Mühlhausen wird zusätzlich zum städtischen Elektrizitätswerk die Überlandzentrale Mühlhausen GmbH gegründet. Die ÜLZ bezieht anfangs den größten Teil ihrer Energie aus der zwischenzeitlich zum Wasserkraftwerk umgerüsteten Werramühle in Mihla. Der Eisenacher Fabrikant Hermann Kohlrausch lässt 1909/1910 in Stockhausen an der Nesse ein Drehstrom-Wasserkraftwerk erbauen, aus welchem er ab 1910 die Gemeinde Stockhausen und ab 1911 die Orte Hötzelsroda, Berka v.d.H., Berteroda, Neukirchen, Bauernfeld, Bolleroda und Bischofroda mit Elektroenergie beliefert. |
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Schwarzer Kanal und Ochsenkopf |
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Erfurt. Die Geschichte beider deutscher Staaten ist eng verbunden mit den unterschiedlichen Darstellungen von Ereignissen in den Medien. Je mehr Zuschauer des einen Landes die Sendungen des anderen Landes anschauten, um auch den „anderen Blickwinkel“ zu kennen, umso mehr wurden die Sendungen als Bedrohung angesehen. |
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